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Belle époque – Frauenmode 1871-1914 in Muzeum Okręgowe in Piła

Die Ausstellung zeigt Veränderungen in der Frauenmode der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Belle Epoque war die Epoche der Bourgeoisie, eine Zeit des Wohlstandes, des Fortschritts und des relativen Friedens. In dieser Ära des Reichtums hat die Frauenmode mehrere bedeutende Veränderungen erlebt, vom hochherrschaftlichen Positivismus bis zur Natürlichkeit des Jugendstils. Modische Kleidungen aus den 70er und 80er Jahren waren auf einer Tournüre gestützt. Dieses Halbgestell befestigte die Drapierung in der Rückseite des Rocks und war eine neue Form des Reifrocks, die damals häufig kritisierte Krinoline ersetzt hat. Mit der Zeit wurde auch diese Form von den Frauen abgelehnt. In den 90er Jahren wurde ein weiterer Versuch unternommen, die Frauenkleidung zu reformieren. Sie sollte dem Körper näher und natürlicher werden und hatte sich im Hinblick auf Schnittmuster und Stoffe gleichzeitig auf historische Kleidungen bezogen. Die berühmte S-Silhouette aus den ersten Jahren des 20. Jh. war als Sans-Ventre-Linie genannt (französisch für „ohne Bauch“). In der Herstellung geriet aber die neue anspruchsvolle Mode in Deformation und wurde schnell aufgegeben, zugunsten der Rückkehr zu klassischen Formen. Im zweiten Jahrzehnt des 20. Jh. gab es Hinweise auf die Antikmode von der Wendezeit des 18. und 19. Jh. In der Modegeschichte wurde diese Zeit als zweie Empire-Mode bezeichnet und dauerte bis zum Ausbruch des Großen Krieges in 1914.

Auf der Ausstellung werden originale Damenkleider aus den Jahren 1870-1914 präsentiert. Die Besucher werden die Beispiele der wichtigsten Schnittmuster damaliger Zeit sehen: von Tournüre-Kleidern bis zu Kleidungen der zweiten Empire-Mode.

Alle präsentierten Kleider wurden als Einzelstücke hergestellt und sind einzigartige Exemplare der vergangenen Ära. Zu den Exponaten gehören Hochzeits- und Abendkleider sowie elegante Tageskleider. Die Kollektion umfasst außerdem ein Kleid mit zwei austauschbaren Miedern sowie ein sehr schönes, seltenes und reichlich mit Perlen besticktes rosafarbenes Moiré-Kleid.

Die meisten Kleider wurde aus luxuriösen Seidenstoffen genäht und sind mit reichhaltigen Kurzwaren verziert, wodurch sie perfekt den außergewöhnlichen Charakter und die Einzigartigkeit einer vergangenen Epoche zeigen. Die Ausstellung wird durch zahlreiche originelle Frauenzeitschriften mit farbigen Gravuren und Mustern ergänzt.

Die in der Ausstellung gezeigten Kostüme stammen aus der Privatsammlung von Anna Moryto. Die Sammlung wurde über ein Dutzend Jahre gesammelt und enthält mehrere interessante und einzigartige Exponate. Die Kollektion umfasst Damenoutfits von Tageskleidern bis hin zu reichhaltigen Abend- und Hochzeitstoiletten. Bei der Ausstellung in Piła werden wir auch ein Kleid präsentieren, das noch nie bei einer Veranstaltung zu sehen war.

Darüber hinaus umfasst die Sammlung seltene Schneider- und Stickwerkzeuge aus dem 19. Jahrhundert, zahlreiche Frauenzeitschriften, Schuhe und kleine Accessoires.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 27. September 2018 um 17.00 Uhr im Bezirksmuseum (poln. Muzeum Okręgowe) in Piła statt

Adresse: Browarna 7, 64-920 Piła (Polen)

Die Ausstellung endet am 10. Dezember 2018

Wir laden Sie herzlich ein